Das menschliche Herz schlägt täglich etwa 100.000 Mal, da kann es auch schon mal aus dem Takt kommen. Herzrhythmusstörungen – oftmals sind sie tatsächlich harmlos, in anderen Fällen werden sie jedoch lebensbedrohlich.

Nicht jedes Mal, wenn unser Herz zu schnell oder zu langsam schlägt, ist es gleich krankheitsbedingt. Aufregung, körperliche Anstrengung, Krankheit und Medikamente können unser Herz schon mal aus dem üblichen 100.000-Schlagtakt bringen. Da man niemals weiß, warum die Reizleitung im Herzen gestört oder blockiert ist, sollte bei ungeklärtem Auftreten immer der Arzt aufgesucht werden. Auch für die Herzrhythmusstörungen gibt es bestimmte Risikogruppen. Je nach Art der Störung, Herz schlägt zu langsam, zu schnell oder setzt auch aus, kann ein hohes Alter, Fettleibigkeit, Diabetes, Schlafapnoe, (Atemstillstand im Schlaf), Schilddrüsenfehlfunktionen, aber auch Alkohol und andere Drogen Ursache sein. Auch Störungen im Mineralienhaushalt des Blutes können Herzrhythmusstörungen auslösen. Wer bereits unter Herzerkrankungen oder Bluthochdruck leidet, ist ebenfalls oft betroffen.

Herzrhythmusstörungen erhalten ihre Bezeichnung immer nach dem Entstehungsort. Dieser kann im Herzvorhof oder in der Herzkammer liegen. Ist das Herz zu schnell, mehr als 100 Schläge / Minute, nennen Mediziner dies „Tachykardie“. Ist es zu langsam, weniger als 60 Schläge / Minute, spricht der Arzt von „Bradykardie“. Tachykardie kann sich durch Herzrasen und -stolpern bemerkbar machen, Schwindel, Leistungsschwäche, sogar Angst und Nervosität machen sich breit. Da ein sehr schnell arbeitendes Herz jede Menge Sauerstoff benötigt, können auch Luftnot und Brustschmerzen zu den Anzeichen gehören. Bei Sehstörungen oder Bewusstlosigkeit sollte sofort der Notarzt informiert werden. Bradykardie äußert sich ebenfalls durch Schwindel, Leistungsschwäche, Nervosität und Angst. Sogar der Puls kann zeitweise aussetzen. Auch bei der Bradykardie gilt: Setzen Sehstörungen und Bewusstlosigkeit ein, ist wirklich höchste Zeit für ärztliche Hilfe.